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Na, woran haben Sie gerade gedacht?

Etwa an einen rosa Pudel? Unser Gehirn kann das Wörtchen ´nicht´ nicht verarbeiten. Zumindest dann nicht, wenn es gleichzeitig mit einem Bild gefüttert wird. Bilder gab es schon lange bevor Sprache oder Schriftzeichen erfunden wurden. Bilder haben deshalb immer Vorfahrt. Genau diese Fähigkeit des Gehirns nutzt die neuartige Technik PictureTalking®. Es bringt das Kopfkino des Zuhörers in Gang, indem es mit Worten Bilder erzeugt.

Das Ziel eines jeden Redners ist, dass das Gesagte bei allen Anwesenden ankommt und verstanden wird. Vortragende versuchen jedoch häufig, möglichst viele Informationen und Fakten unterzubringen. Zu viel davon überfordert die Zuhörer, woraufhin diese abschalten und Inhalte nicht mehr aufnehmen wollen oder können. Um das Publikum nicht zu langweilen, gilt es die Tatsachen und Botschaften so zu verpacken, dass zum einen die Aufmerksamkeit des Gegenübers gewahrt wird und dass er sich zum anderen auch danach noch an die Aussagen erinnern kann.

Picture Talking® stellt Informationen oder abstrakte Begriffe bildlich dar. Durch gezielte Wortwahl entstehen Bilder in den Köpfen der Zuhörer. Genau genommen heißt „einen Gedanken verbildlichen“ nichts anderes, als ihn sprachlich so herzurichten, dass das Publikum anschließend „im Bilde“ ist. Hierzu sind alle Sprachen der Welt hervorragend ausgerüstet. Denn jede Sprache birgt in sich einen riesigen Fundus an Bildern.

Gehirngerechte Emotionen

Bilder vereinfachen die Information für den Zuhörer. Man geht davon aus, dass Bilder einen höheren Stellenwert in der kognitiven Akzeptanz haben als Fakten. Bilder – auch gesprochene oder geschriebene – können von unserem Gehirn schneller verarbeitet werden und bleiben dort auch länger haften. Dieses Phänomen wird auch „picture superiority effect“ genannt.Bilder aktivieren primär die rechte Gehirnhälfte, der u. a. die Beherbergung unserer Gefühlswelt zugeschrieben wird. Bilder, die den rechten Teil unseres Gehirns ansprechen, können also eine Rede spannend, vergnüglich und zuhörenswert machen, weil sie die Fähigkeit besitzen, Emotionen in uns auszulösen. Sind diese besonders stark, bleiben diese Bilder besonders lange in Erinnerung. Viele Menschen können sich beispielsweise bis ins hohe Alter an einen Lehrer aus der Schulzeit erinnern – ob er nun besonders ungerecht oder ausgesprochen nett war. Wir erinnern uns häufig noch erstaunlich präzise an Aussehen, Tonlage der Stimme, ja sogar an den Geruch.

Die Nadel im Heuhaufen – von Metaphern und Analogien

Um Bilder in den Köpfen der Zuhörer entstehen zu lassen, werden häufig Metaphern und Analogien benutzt. Sucht jemand zum Beispiel vergeblich nach Irgendetwas, spricht man von der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Der Zuhörer kann sich so bildlich vorstellen, wie aussichtslos diese Suche ist. Der ehemalige Politiker Klaus Kinkel verwies auf eine Übereinstimmung zwischen der Politik und dem Motorrad-Steilwandfahren. „Man muss ständig Vollgas geben. Wer bremst, stürzt ab.“ Metaphern und Analogien vergleichen unbekannte oder schwer verständliche Begriffe mit etwas Bekanntem oder Verstandenem. Die Wirkung des Gesagten wird so verstärkt und Inhalte prägen sich besser ein.

Nicht auf Biegen und Brechen!

In der Comedy werden Übertreibungen bewusst genutzt, um das Publikum zum Lachen zu bringen. „Er hat eine Schuhgröße, damit könnte er eigentlich auch ohne Skier bei der Vierschanzentournee mitspringen.“ Bei Reden kann ein solches witziges Bild für Abwechslung und Entspannung sorgen. Auch wenn es heißt „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ bedeutet das nicht, dass man „auf Biegen und Brechen“ Bilder einsetzen sollte, wie z. B. „Ein gut trainierter Wachhund kann eine Waffe sein. Alles was er tut hat Hand und Fuß!“ Oder Auch das ist nicht schön: „Auch einem guten Komponisten kann man keine Ohrwürmer aus der Nase ziehen!“ Vorsicht: Nicht alles kommt bei jedem gleich gut gut an! Sinnvoll ist es nur dort, wo diese auch mit einer Verbesserung des Textes hervorgehen.

Klarheit statt Missverständnisse

Vermeiden sollte man Bilder auf jeden Fall dort, wo sie eher Missverständnisse hervorrufen, als Klarheit zu schaffen. Helmut Kohl lies einmal in einer Rede verlauten: „Das ist eine Politik, die auf dem Tellerrand des morgigen Abend steht.“ Sprachbilder sollten immer klar und verständlich sein und – im Idealfall – für die jeweiligen Zuhörer gewählt werden. An richtiger Stelle eingesetzt bleiben die Botschaften, die so vermittelt werden, haften. Und zwar am richtigen Ort: im Gedächtnis der Zuhörer. Dort wirken sie wie Klebstoff im Gehirn.

Schmaler Grad zwischen Kennen und Können

Die Kunst, in Bildern zu sprechen, heißt Wandeln auf schmalem Grat zwischen Kennen und Können. Es braucht mehr dazu als nur das unbedarfte Rezitieren auswendig gelernter Metaphern. Doch lassen wir einmal das Dorf in der Kirche… Ein solcher Fehlgriff wie andere anhand der Beispiele aufgezeigten Probleme müssen nicht passieren. In Bildern reden ist gar nicht so schwer. Die Technik einer bildhaften Sprache ist nicht nur erlernbar; es entsteht bei bewusstem Einsatz passender Analogien und Metaphern im Laufe der Zeit eine regelrechte „Bilderlust“ - mit extremem Suchtcharakter!

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